Mertola - Die weiße Stadt Mertola, ein schmuckes kleines Städtchen, liegt ca. 100 km von Faro entfernt im Alentejo. Das sich über dem Ufer des Rio Guadiana, dem Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien, terrassenförmig aufbauende Städtchen, ging aus dem römischen "Myrtillis " hervor und wurde schon zur Römerzeit als eine schöne und bedeutsame Stadt beschrieben. Die Stadt hatte früher nicht nur einen wichtigen Hafen für den Transport von Kupfer, sondern war auch wegen seiner Lage von grosser strategischer Bedeutung. Wahrzeichen der Stadt ist das " Castelo dos Mouros ", eine maurische Festung auf deren Platz schon ein Römerkastell stand und der " Torre de Menagem " dem Bergfried, der allerdings erst später errichtet wurde. Innerhalb der Mauern, von denen man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, dem Rio Guadiana , das Alentejo und auch Spanien hat, finden sich noch Überreste römischer Kultur. Es handelt sich dabei um behauene Steine. Sie stammen von Tempeln, die von den Arabern während ihrer Herrschaft zerstört worden waren. Sehenswert ist auch das gotische Gewölbe. Unterhalb der Burgruine steht das bedeutendste Bauwerk der Stadt, die schneeweisse Pfarrkirche " Igreja Matriz ". Sie war einst eine maurische Moschee und wurde später zu einer christlichen Kirche umgebaut. Einen Rundgang durch diesen friedlichen Ort sollte man sich nicht entgehen lassen. |